Eistobel

Wandern im Eistobel - ein unvergleichliches Naturschauspiel

Rauschende Wasserfälle und tiefe Strudellöcher, riesige Gesteinsblöcke und gewaltige Felswände - das etwa dreieinhalb Kilometer lange Naturschutzgebiet Eistobel bietet zu jeder Jahreszeit ein unvergleichliches Naturerlebnis. Eingerahmt von bis zu 130 Meter hohen Felswänden stürzt das Wasser der Oberen Argen über mehrere Geländestufen talwärts. Am Ufer laden breite Kiesstreifen zum Rasten, Spielen und Entdecken ein. Im Infopavillon am Eingang erfahren Sie viel Interessantes über Pflanzen, Tiere und Geologie des Eistobels.

Ein gut gesicherter Weg führt Wanderer durch den Eistobel. Dabei haben Sie die Wahl zwischen vier (Rund-)Wanderweg-Varianten.

Eintritt Naturschutzgebiet Eistobel: Erwachsene: 1,50 € / Kinder: 0,50 € / Ermäßigung mit Allgäu-Walser-Card 1€ für Erwachsene

Wegverlauf:

  • Tour 17: Infopavillon – Eistobel – Parkplatz Schüttentobel (Gehzeit 1,5 Stunden / 3,6 km / 154 Höhenmeter)
  • Tour 18: Infopavillon – Eistobel – Staufenberg – Argentobelbrücke – Infopavillon (Gehzeit 1,5 bis 2 Stunden / 4,4 km, 199 Höhenmeter)
  • Tour 19: Infopavillon – Eistobel – Riedholz – Argentobelbrücke – Infopavillon (Gehzeit 1,5 bis 2 Stunden / 5,2 km / 188 Höhenmeter)
  • Tour 20: Infopavillon – Eistobel – Riedholzer Kugel – Riedholz – Argentobelbrücke – Infopavillon (Gehzeit 3 bis 4 Stunden / 9,2 km, 464 Höhenmeter)

Hier können Sie die Touren im interaktiven Tourenplaner einsehen und downloaden: Eistobel

 

Wegcharakter: Der gut gesicherte Weg durch den Eistobel hat an manchen Stellen den Charakter eines Spaziergangs, an anderen den einer Mittelgebirgswanderung mit alpinem Einschlag. Bei Nässe kann der Weg teilweise glatt sein. Tour 20 über die Riedholzer Kugel enthält einige steile An- und Abstiege. Gute Wanderschuhe sind empfehlenswert.

Wasserfälle und Strudellöcher

Kaskaden, Wasserfälle und Strudellöcher machen den besonderen Reiz des Eistobels aus. Im Laufe der Jahrausende sind sie überall dort entstanden, wo sich härtere und weichere Gesteinsschichten im Flusslauf ab wechseln. Im Eistobel stürzt das Wasser mit großer Wucht über Geländestufen aus hartem Nagelfluhgestein. Befinden sich flussabwärts weichere Schichten aus Sandstein oder Mergel, werden diese durch die Kraft des Wassers allmählich abgetragen. Im Laufe der Zeit bildeten sich so gewaltige Kolke und Strudeltöpfe. Einige von ihnen weisen heute eine Wassertiefe von mehr als fünf Metern auf. Schwimmen und Baden ist in den tiefen Kolken und Strudellöchern verboten: Gefährliche Unterströmungen und Unterwasserstrudel würden sogar gute Schwimmer in die Tiefe ziehen.

Der Eistobel im Winter

Bizarre Eisbildungen verwandeln den Eistobel im Winter in eine Märchenwelt aus Schnee, Fels und Eis. Felsvorsprünge verstecken sich hinter dicken Vorhängen, Wasserfälle erscheinen wie vor Kälte erstarrt, Eiszapfen funkeln in allen erdenklichen Größen und Formen. Vor allem nach längeren Frostperioden sind die Eisformationen sehenswert. Bei einem Besuch sollten allerdings einige Dinge beachtet werden: Im Winter ist der Eistobel offiziell gesperrt, die Wege werden in dieser Zeit weder geräumt noch gestreut. Neben angemessen warmer Kleidung sind folglich gute Wanderschuhe, am besten in Verbindung mit Grödel oder Steigeisen, ein Muss.