Jakobsweg im Westallgäu

Pilgern auf den Spuren des Jakobus

Jakobspilger wandern in mehreren Tagesetappen durch das Westallgäu bis zum Bodensee.

Immer dem Zeichen der Jakobusmuschel folgend, führt ihr Weg von Weitnau über Genhofen und Simmerberg zunächst nach Weiler. Hier können die Pilger zwischen zwei verschiedenen Varianten wählen: Entweder wandern sie über Lindenberg nach Lindau oder über Scheidegg und Möggers nach Bregenz.

Sehenswert auf dem Weg durchs Westallgäu sind nicht nur die malerische Voralpenlandschaft und die beeindruckenden Ausblicke auf die Alpenkette und den Bodensee, sondern auch die vielen kleinen Kirchen und Kapellen. So haben die Kirchlein St. Bartholomäus in Zell und St. Stephan in Genhofen weit über die Grenzen des Allgäus hinaus Berühmtheit erlangt. In der spätgotischen, von außen unscheinbar wirkenden Stephanskapelle überrascht der helle Innenraum mit drei stattlichen Flügelaltären, rätselhaften, volkstümlichen Wandmalereien und einer mit Hufeisen beschlagenen Sakristeitür. Im St.-Bartholomäus-Kirchlein in Zell begeistern unter anderem die gotischen Fresken und der Hochaltar, der 1442 von dem Memminger Künstler Hans Strigel dem Älteren geschaffen wurde.

Wer im Westallgäu Gott nahe sein will, muss das allerdings nicht unbedingt auf einer Fernwanderung tun: Allein in der Umgebung von Scheidegg stehen 13 Kapellen, die durch zwei ökumenische Kapellenwege und einem Kneipprundwanderweg miteinander verbunden sind. Ruhe finden und Kraft tanken in den kleinen Gotteshäusern kann man auch in Opfenbach und Stiefenhofen: In den beiden Gemeinden führen schöne Rundwanderungen zu den Dorfkapellen.